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Wechsel

Ein vom Schalenwild regelmäßig benutzter, ausgetretener Pfad. Wechsel verbinden Einstände, Äsungsflächen und Tränken; ihre Kenntnis ist Grundlage für die Wahl von Ansitzeinrichtungen. Ein durch das Gelände erzwungener Pfad heißt Zwangswechsel.

In der Praxis

Ein Wechsel ist ein regelmäßig benutzter Weg des Schalenwildes und eine wichtige Grundlage für die Wahl eines Ansitzes. Erkennbar ist er an ausgetretenem Boden, niedergedrücktem Bewuchs, Haaren an Zaundraht und wiederkehrenden Trittsiegeln. Beim Hasen heißt der entsprechende Weg übrigens nicht Wechsel, sondern Pass.

Wechsel können Einstände, Äsungsflächen, Suhlen und Tränken verbinden. Ihr Verlauf ändert sich über das Jahr — mit der Äsung, aber ebenso mit Deckung, Störung, Witterung und Jagddruck; ein Wechsel zum Maisschlag kann nach der Ernte an Bedeutung verlieren. Wer ein Revier kennenlernt, geht die Wechsel im Spätwinter ab, wenn der Bewuchs niedrig ist und Spuren im Schnee stehen.

Wird der Verlauf durch das Gelände erzwungen — zwischen Fels und Wasser, durch einen Zaundurchlass, über eine Brücke —, spricht der Jäger vom Zwangswechsel. Ein Ansitz wird meist nicht unmittelbar auf den Wechsel gesetzt; Wind und Kugelfang entscheiden mit. Wer solche Stellen beunruhigt, kann die Nutzung der Stelle und ihres Umfelds verändern.

Verwandte Begriffe

Zwangswechsel Schalenwild Wechselwild wechseln Bockbüchsflinte fährtensicher

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