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Wedel
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Der Schwanz des Schalenwildes mit Ausnahme des Schwarzwildes, dessen Schwanz Pürzel heißt. Auch hier trennt die Jägersprache sauber: Der Fuchs trägt die Lunte, der Hund die Rute.
In der Praxis
Wedel heißt der Schwanz des Schalenwildes — bei Rot-, Dam-, Sika- und Elchwild ebenso wie bei den Hornträgern. Beim Schwarzwild heißt er dagegen Pürzel, auch Bürzel geschrieben, und beim Raubwild trägt er wieder andere Namen: Lunte beim Fuchs, Rute beim Hund.
Eine Einschränkung fehlt in der üblichen Merkregel: Beim Rehwild ist der Wedel rudimentär und äußerlich kaum sichtbar, weshalb die Ausbildungstabellen dort keinen führen. Begrifflich ausgeschlossen ist das Reh damit nicht — wer die Regel „Schalenwild außer Schwarzwild trägt einen Wedel“ auswendig lernt, sollte den Sonderfall aber kennen.
Beim Ansprechen hilft der Wedel weniger als der Spiegel, in dem er sitzt. Beim Rotwild kann seine Haltung Aufmerksamkeit oder Beunruhigung anzeigen: Ein Stück, das den Wedel hebt und stehen bleibt, hat oft etwas bemerkt. Ein allgemeingültiger Erregungsmesser für alles Schalenwild ist das nicht.
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