Start › Jagdlexikon › W › Weidloch
Weidloch
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Die Öffnung des Weiddarmes, also der After, bei allem Wild und beim Hund. Beim Aufbrechen wird das Weidloch ausgeschärft, damit der Mastdarm vollständig entfernt werden kann.
In der Praxis
Das Weidloch ist der After — bei allem Wild und beim Jagdhund. Beim Federwild ist damit anatomisch die Kloakenöffnung gemeint, die zugleich Darm-, Harn- und Geschlechtsausgang ist. Der Ausdruck gehört damit zu den wenigen, die artenübergreifend gelten.
Beim Aufbrechen wird es ausgeschärft: Die Haut wird ringförmig um das Weidloch durchschnitten und der Enddarm vom umliegenden Gewebe gelöst. Beim Ringeln wird der gelöste Weiddarm bei geschlossenem Schloss nach innen gezogen. Beide Verfahren dienen dazu, den Enddarm hygienisch zu lösen, ohne Darm oder Blase zu verletzen; ob dies vor oder nach dem Öffnen der Bauchhöhle geschieht, hängt von der gewählten Aufbrechmethode ab.
Ein Ausdruck, der oft dazugestellt wird, gehört nicht hierher: Ausschlagen ist kein Synonym für Ausschärfen. Es bezeichnet unter anderem das Ausschlagen mit den Hinterläufen als Schusszeichen. Und beim Versorgen sagt man „aus der Decke schlagen“ — auch das ist etwas anderes.
Verwandte Begriffe
Weiter im Register: alle Begriffe mit W · Jagdlexikon von A bis Z
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz
