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Weiß
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild, Schwarzwild vor
Jägersprachlicher Ausdruck für das Fett von Schwarzwild und Dachs. Dachsfett wurde früher als Hausmittel gegen Erkältungen und rheumatische Beschwerden geschätzt.
In der Praxis
Weiß heißt jagdsprachlich das Körperfett von Schwarzwild und Dachs; beim Dachs ist daneben Schmalz gebräuchlich, daher der alte Name Schmalzmann. Feist bezeichnet die Fettreserven des übrigen Schalenwildes, besonders bei Rot-, Dam-, Reh- und Elchwild. Für Hase, Kaninchen, Federwild und das übrige Raubwild bleibt es bei Fett.
Vor der Winterruhe besitzt der Dachs gewöhnlich seine größten Fettreserven. Wie stark er davon zehrt, hängt von Witterung, Nahrungsangebot und der Dauer seiner Ruhephasen ab — in einem milden Winter, in dem er häufig ausfährt, fällt der Verlust anders aus als in einem langen, harten.
Dachsfett wurde traditionell als Hausmittel gegen Husten, Erkältung und rheumatische Beschwerden verwendet. Für eine spezifische medizinische Wirksamkeit fehlen verlässliche klinische Belege; als Heilmittel sollte es deshalb nicht empfohlen werden. Zur Kulturgeschichte des Dachses gehört der Gebrauch gleichwohl — und er erklärt, warum das Weiß früher zur Beute zählte und nicht zum Abfall.
Verwandte Begriffe
Dachs Schwarzwild Bayerischer Gebirgsschweißhund Hannoverscher Schweißhund Deutscher Jagdterrier Nachsuchengespann
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