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Äser
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Das Maul allen Haarwildes außer beim Schwarz- und Raubwild. Das Schwarzwild trägt das Gebrech, das Raubwild den Fang; entsprechend heißt die Nahrungsaufnahme über den Äser äsen.
In der Praxis
Der Äser ist das Maul des Haarwildes — mit zwei Ausnahmen, und genau die werden geprüft. Schwarzwild trägt das Gebrech, das Haarraubwild und der Jagdhund den Fang.
Die prüfungsübliche jagdsprachliche Zuordnung lautet: Äser beim wiederkäuenden Schalenwild sowie bei Hase, Kaninchen und Murmeltier, Gebrech beim Schwarzwild und Fang beim Haarraubwild sowie beim Jagdhund. Beim Federwild heißt es Schnabel, mit eigenen Ausdrücken: Brocker beim Auerwild, Stecher bei Wald- und Sumpfschnepfe.
Praktisch zeigt sich der Äser am Verbiss. Wiederkäuendes Schalenwild hat im Oberkiefer keine Schneidezähne, sondern eine Kauplatte; es rupft die Triebe ab, sodass die Bissstelle meist ausgefranst bleibt. Hase und Kaninchen hinterlassen mit ihren scharfen Schneidezähnen meist eine glatte, häufig schräg verlaufende Schnittfläche. An frischen oder sehr dünnen Trieben kann das undeutlich sein. Noch ein Hinweis zum Fang: Beim Greifvogel sind die Fänge nicht das Maul, sondern die Greiffüße.
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