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Blei
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen, Jagdrecht vor
Blei antragen bedeutet, ein Stück Wild zu beschießen. Der Ausdruck stammt aus der Zeit der Bleigeschosse und ist heute weitgehend veraltet – nicht zuletzt, weil bleifreie Munition zunehmend vorgeschrieben ist.
In der Praxis
Der Ausdruck Blei antragen — ein Stück beschießen — stammt aus der Zeit, als Bleigeschosse jagdlich vorherrschten. Dass er verblasst, hat nicht nur sprachliche Gründe.
Blei im Wildbret wird seit Jahren bewertet, und die Abstufung lohnt genaues Hinsehen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung sieht bei ein bis zwei Wildmahlzeiten im Jahr kein Gesundheitsrisiko für erwachsene Verbraucher und bewertet auch bis zu etwa zehn Portionen jährlich noch nicht als erhöhtes Risiko. Bedenklich wird es beim sehr häufigen, teils wöchentlichen Verzehr. Kleinen Kindern bis sieben Jahren, Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch empfiehlt das Institut, möglichst kein mit Bleimunition erlegtes Wild zu essen; eine sichere Wirkungsschwelle lässt sich für Blei nicht angeben.
Rechtlich ist das Bild uneinheitlich. Bleifreie Büchsenmunition ist in Deutschland nicht bundesweit vorgeschrieben; Verbote bestehen landesweise, für einzelne Wildarten oder auf bestimmten staatlichen Flächen. Für Österreich ist kein bundesweites Gebot belegbar, wohl aber gibt es landes- und gebietsbezogene Vorgaben. Für Bleischrot gilt daneben seit 2023 das EU-weite Verbot, in Feuchtgebieten und im Umkreis von hundert Metern bleihaltiges Schrot zu verschießen; erfasst ist auch das Mitführen im Zusammenhang mit dem Schießen dort.
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