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brackieren

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Hasenartige sowie Biber und Bisam, Jagdhunde, Jagdrecht vor

Das Jagen mit Bracken: Die spurlauten Hunde verfolgen Hase oder Fuchs anhaltend auf der Spur, bis das Wild in weitem Bogen zum Ausgangspunkt zurückkehrt, wo der Jäger es abpasst. Diese alte Jagdart nutzt die Ortstreue des Hasen.

In der Praxis

Beim Brackieren verfolgt die Bracke Hase oder Fuchs spurlaut und ausdauernd. Sie soll das Wild nicht greifen, sondern in Bewegung halten: Der ortstreue Hase kehrt in weitem Bogen in sein Einstandsgebiet zurück, und dort passt der Jäger ihn ab. Der Laut des Hundes verrät währenddessen, wo die Jagd gerade läuft.

Ein Begriff wird dabei regelmäßig verwechselt. Bogenrein bezeichnet nicht diesen Bogen des Hasen, sondern den Stöberhund, der im zugewiesenen Treiben bleibt — nachzulesen beim Stichwort Stöbern.

Nach dem Bundesjagdgesetz ist die Brackenjagd auf einer zusammenhängenden Fläche von weniger als tausend Hektar verboten. Maßgeblich ist die Fläche, auf der brackiert wird — sie muss nicht in einem einzigen Jagdbezirk liegen, wo das eigene Revier kleiner ist, braucht es also Absprachen mit den Nachbarn. Einzelne Länder sind davon abgewichen, etwa Baden-Württemberg; das Landesrecht ist deshalb zusätzlich zu prüfen. In Österreich beschränken die Landesjagdgesetze das Brackieren unterschiedlich: Die Steiermark verbietet es vom 16. Jänner bis 15. Oktober, Tirol untersagt es auf Schalenwild.

Verwandte Begriffe

Jagdart Fuchs Jäger Alpenländische Dachsbracke Brackierhund

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