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Kugel
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Ein einzelnes Geschoss, das aus einer Büchse mit in der Regel gezogenem Lauf verschossen wird. Die Größenangabe erfolgt über die Bezeichnung des Kalibers. Im Gegensatz dazu verschießt die Flinte mit dem Schrotschuss eine Vielzahl kleiner Kugeln.
In der Praxis
Entscheidend ist nicht die Kugel allein, sondern was sie im Wildkörper bewirkt. Deformationsgeschosse pilzen auf, Zerlegungsgeschosse geben Teile ab; wie rasch und auf welcher Strecke die Energie abgegeben wird, hängt daneben von Bauart, Auftreffgeschwindigkeit und Zielwiderstand ab, und die Bauarten überschneiden sich. Ein Ausschuss schafft neben dem Einschuss eine zweite Öffnung, durch die Schweiß häufig besser austritt; das kann die Nachsuche erheblich erleichtern. Unmöglich ist sie ohne Ausschuss aber nicht.
Bleifreie Büchsengeschosse haben sich verbreitet und sind vielerorts vorgeschrieben oder empfohlen. Bei gleichem Gewicht bauen sie meist länger als bleihaltige, weil ihr Material leichter ist — deshalb lohnt der Blick auf die Dralllänge des Laufes, und nach dem Wechsel wird in jedem Fall neu eingeschossen.
Vor dem Schuss steht der Kugelfang. Eine Büchsenkugel trägt weit über die Schussentfernung hinaus; gefragt ist deshalb nicht nur, ob das Stück getroffen wird, sondern was dahinter liegt. Geeigneter gewachsener Boden oder ein ausreichend bemessener Erdwall können die Kugel aufnehmen — Wasser, Bäume, Äste, Steine und gefrorener Boden nicht: Dort sind Abpraller und Ablenkungen möglich. Die Reihenfolge lautet: erst ansprechen, dann den Kugelfang prüfen, dann schießen.
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