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Reif
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Gamswild vor
Die weißen Spitzen der Rückenhaare des Gamsbockes. Diese hellen Haarenden lassen den Rücken wie bereift erscheinen. Aus den langen dunklen Rückenhaaren des Gamswildes wird der Gamsbart gebunden, der traditionelle Hutschmuck.
In der Praxis
Der Reif sind die pigmentfreien weißen Spitzen der langen Haare am Aalstrich des Gamswildes. Sie lassen den Rücken wie bereift erscheinen — mit Schnee oder Rauhreif hat der Ausdruck nichts zu tun. Bei echtem Gamshaar ist der helle Rand nur wenige Millimeter lang.
Seine Bedeutung hat er beim Gamsbart. Im fertig gebundenen Bart soll der Reif möglichst gleichmäßig und geschlossen erscheinen; ein sauberer, einheitlich sortierter Reif gilt als Qualitätsmerkmal. Erklärt wird er traditionell fast immer am Bart des Winterbockes, weil dessen Haare die eigentliche Trophäe liefern — biologisch sind weiße Haarspitzen aber nicht auf Böcke beschränkt.
Vorsicht in der Prüfung: Es gibt ein zweites, gleich lautendes Wort. Das Adjektiv „reif“ bezeichnet ein gehörn- oder geweihtragendes Stück, das den Höhepunkt seiner körperlichen Entwicklung erreicht hat. Zwischen beiden Bedeutungen besteht keine sachliche Verbindung, sondern nur Gleichklang.
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