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reif

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Reif bezeichnet gehörn- oder geweihtragendes Schalenwild auf dem Höhepunkt seiner körperlichen Entwicklung. Auch ein vollständig verfegtes Geweih und ausreichend gereiftes Wildbret heißen reif. Eine Abschussfreigabe folgt aus der Reife allein nicht.

In der Praxis

Reif hat in der Jägersprache mindestens drei Anwendungen: das körperlich ausgereifte Trophäenwild, das vollständig verfegte und damit reife Geweih, und das ausreichend abgehangene, gereifte Wildbret. Mit dem weißen Haar-Reif des Gamswildes hat keine davon etwas zu tun — das ist ein anderes Wort mit demselben Klang.

Als rechtliche Orientierung nennt Bayern für männliches Wild folgende obere Altersklassen: Rothirsche ab zehn, Dam- und Gamswild ab acht, Muffelwidder ab sechs und Rehböcke ab fünf Jahren. Diese Planungsklassen sind keine allgemeingültige biologische Definition der Reife.

Auch Österreich regelt nach Wildart und Geschlecht: In Salzburg beginnt Klasse I bei Rothirschen und Steinböcken mit zehn, bei Gamsböcken mit acht und bei Rehböcken mit fünf Jahren; in Niederösterreich gehören Damhirsche ab neun und Sikahirsche ab acht Jahren zur Klasse I, während Rehböcke nur in Jährlinge und ältere Böcke gegliedert werden. Reif heißt nicht geschlechtsreif — und ein reifes Stück darf nicht allein deshalb erlegt werden: Freigabe, Abschussplan und Landesrecht bleiben maßgeblich.

Verwandte Begriffe

Schalenwild Wildbret Gehörn Geweih Reif Doppelschaufel

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