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Schweißfährte
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdhunde vor
Die kranke Fährte eines angeschweißten Stückes Schalenwild, in der oder neben der sich Schweiß findet. Auf ihr arbeitet der Hund bei der Nachsuche; für Prüfung und Übung wird sie als künstliche Schweißfährte angelegt.
In der Praxis
Was am Anschuss und auf der Wundfährte liegt, heißt Pirschzeichen, und es lässt sich lesen — vorsichtig. Blasiger oder schaumiger, häufig hellroter Schweiß kann auf einen Lungentreffer hindeuten; die helle Farbe allein beweist ihn nicht. Dunkel- bis rotbrauner, körniger oder griesiger Schweiß kann von der Leber stammen. Wildbretschweiß ist meist nicht schaumig und nimmt bei einem reinen Muskeltreffer oft rasch ab.
Dazu kommen Haar und Knochen. Schnitthaar entsteht am Einschuss; Länge, Farbe und Struktur weisen auf die Körperregion. Röhrenknochensplitter mit Mark sprechen für einen Lauftreffer; dünne, flächige Splitter können von Rippe oder Schulterblatt stammen. Der genaue Knochen lässt sich aus einem einzelnen Splitter nicht sicher bestimmen. Grüner oder brauner Panseninhalt und strenger Geruch weisen auf einen weidwunden Treffer.
Kein einzelnes Zeichen ist ein Beweis. Auch fehlende oder durch Gewebe verlegte Ausschusswunden und unterschiedliche Geschosswirkungen können das erwartete Lehrbuchbild verändern. Wichtiger als jede Deutung bleibt, nicht vorschnell selbst weiterzusuchen und das Stück aufzumüden.
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