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weich
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Jagdhunde vor
Sensible, empfindliche Hunde, die auf harte Einwirkung oder Misserfolg stark reagieren. Weiche Hunde verlangen eine ruhige, geduldige Führung; das Gegenstück ist der harte, unempfindliche Hund.
In der Praxis
Weich heißt beim Hund: geringe psychische Belastbarkeit gegenüber Druck, Strafe, Misserfolg oder unangemessener Härte. Ein weicher Hund kann durchaus passioniert, wildscharf und leistungsfähig sein — er muss nur klar, ruhig und ohne grobe Einwirkung geführt werden. Weichheit beschreibt den Führungsbedarf; Passion, Wildschärfe und Leistungsfähigkeit sind eigenständig zu beurteilen.
Von einer ganz anderen Sache ist der Weichschuss zu trennen. Ein weich sitzender Schuss trifft die Bauch- oder Gescheidegegend; das ist ein zusammengesetzter Schussbegriff und keine Charakterbeschreibung. Die Verwechslung liegt nahe und führt weit auseinander.
Bei Prüfungen kommt „weich“ gelegentlich auch beschreibend vor, wenn ein Hund Dornen oder schwere Deckung meidet. Das ist ein Urteil über mangelnde Härte, keine eigene Lexikonbedeutung. Und „weiches Wildbret“ meint gemeinsprachlich zartes Fleisch; ein feststehender jagdsprachlicher Ausdruck ist es nicht.
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