Jagdsignale

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Zügel

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild, Gamswild vor

Zügel heißen die dunklen Gesichtsstreifen bei Gams und Dachs. Bei der Gams verlaufen sie beiderseits vom Windfang über die Lichter bis zum Hornansatz; ihre Ohren heißen Lauscher. Beim Dachs ziehen die Zügel über die Seher in Richtung Gehöre und Nacken.

In der Praxis

Zügel heißen bei der Gams die dunklen Streifen, die beiderseits vom Windfang über die Augen bis zum Hornansatz ziehen. Ihre Ohren heißen dabei Lauscher; Gehör oder Gehöre sagt man beim Dachs.

Sichtbar sind die Zügel das ganze Jahr, aber verschieden deutlich. Im Sommer ist das Gesicht gelblich bis weißlich, die Zeichnung wirkt weniger kontrastreich. Im Winter entsteht mit der schwarzbraunen Decke und der hellen Gesichtsmaske ein kräftiges Schwarz-Weiß-Muster. Der Verlauf selbst ändert sich nicht.

Auch der Dachs trägt Zügel: die schwarzen Striemen, die über die Seher bis zu Gehör und Nacken reichen. Zwei Arten aus zwei ganz verschiedenen Familien also, mit demselben Ausdruck für dieselbe Art von Zeichnung — ein Beispiel dafür, dass die Jägersprache oft nach dem Aussehen benennt und nicht nach der Verwandtschaft.

Verwandte Begriffe

Lauscher Windfang Lichter Gehöre ziehen Seher

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