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fegen

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild, Rehwild vor

Das Abstreifen des Bastes vom fertig geschobenen Geweih oder Gehörn an jungen Stämmen und Zweigen. Dabei entstehen Fegestellen, die forstlich als Fegeschäden zählen; der Rehbock fegt im Frühjahr, der Rothirsch im Sommer.

In der Praxis

Gefegt wird, wenn das Geweih oder Gehörn fertig geschoben und der Bast abgestorben ist. Das Stück streift ihn an jungen Stämmen und Zweigen ab. Zurück bleibt die Fegestelle: Rinde geschält, Zweige gebrochen; beim Rehbock kann zusätzlich geplätzt werden, also der Boden mit den Schalen aufgescharrt werden. Frisch gefegte Stangen sind hell, dunkeln durch Pflanzensäfte nach und werden mit den Wochen matt.

Für den Jäger ist die Fegestelle ein Pirschzeichen mit Zeitangabe. Sie belegt, dass ein Stück dort war — nicht, dass es noch dort steht —, und ihr Zustand grenzt ein, wie lange das her ist. Höhe und Durchmesser der gefegten Pflanze geben einen groben Hinweis auf die Wildart: Rehböcke fegen an dünneren Stämmchen, Rothirsche an stärkerem Holz und in größerer Höhe; die Bereiche überschneiden sich, und das verfügbare Gehölz bestimmt mit, sodass eine sichere Artzuordnung daraus nicht folgt. Zu unterscheiden ist das Fegen vom Schlagen — dem Bearbeiten von Gehölz mit dem bereits verfegten Kopfschmuck, das auch Rehböcke zeigen und das der Markierung ebenso dienen kann wie dem Brunftgeschehen.

Zeitlich folgt jede Art ihrem eigenen Kalender: Rehböcke fegen im Frühjahr, ältere in der Regel im März oder April und jüngere häufig später; Rothirsche je nach Alter etwa zwischen Juni und September, wobei ältere Hirsche früher dran sind. Fegestellen können forstliche Schäden verursachen, weil junge Bäume dabei ringsum verletzt werden; ob und in welchem Umfang ein ersatzpflichtiger Wildschaden vorliegt, richtet sich nach dem jeweiligen Jagdrecht.

Verwandte Begriffe

Rehbock abstreifen Gehörn Geweih Feisthirsch Feistzeit

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