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stellen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Jagdhunde, Raubwild vor
Eine Falle wird zum Fang vorbereitet; daneben veranlasst ein Jagdgebrauchshund starkes oder wehrhaftes Wild zum Stehenbleiben. Das gestellte Stück verbellt der Hund mit Standlaut, bis der Hundeführer herankommt.
In der Praxis
Wild ist gestellt, wenn es die Flucht beendet und sich der Abwehr zuwendet — mal weil der Hund es dazu bringt, mal weil ein krankes, erschöpftes oder wehrhaftes Stück sich von sich aus stellt. Der Hund bindet es dann am Ort, indem er es bedrängt und anhaltend verbellt, ohne unkontrolliert zuzufassen. Dieses Lautgeben am gestellten Wild heißt Standlaut; es hält nicht nur das Stück fest, sondern ruft den Hundeführer heran und sagt ihm, wohin.
Für den Hund ist das eine der gefährlichsten Arbeiten. Beim Keiler drohen vor allem Schnitt- und Stichverletzungen durch das Gewaff, bei Bachen Bissverletzungen durch die Haken. Hirschartige schlagen mit Vorder- und Hinterläufen, geweihtragende Stücke können zusätzlich stoßen oder forkeln; Hornträger verletzen mit den Hörnern. Beim Schwarzwild sind schnitt- und stichfeste Schutzwesten heute üblich, dazu Signalhalsung und GPS-Ortung. Der Führer geht gleichwohl zügig heran, denn je länger gestellt wird, desto größer wird das Risiko.
Die Jägersprache kennt stellen in einer zweiten Bedeutung: Eine Falle wird gestellt, also fangfertig gemacht. Unter welchen Bedingungen das zulässig ist und wie oft dann kontrolliert werden muss, steht beim Stichwort Falle.
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